Die falsche Rahmengröße ist einer der häufigsten Fehler beim Fahrradkauf. Zu groß = unsicheres Handling und Rückenschmerzen. Zu klein = eingeengte Sitzposition und Knieprobleme. So findest du die richtige Größe.

Schrittlänge messen - die Basis

Die Rahmengröße berechnet sich aus deiner Schrittlänge, nicht aus der Körpergröße. Körpergröße gibt nur einen groben Anhaltspunkt, weil Menschen unterschiedlich lange Beine haben.

So misst du die Schrittlänge:

Tipp: Lass dir von jemandem helfen. Alleine messen ist ungenau.

Rahmengröße nach Fahrradtyp

Die Formel zur Berechnung ist je nach Radtyp unterschiedlich:

Trekking / City

Schrittlänge x 0,66 = Rahmengröße in cm

Mountainbike

Schrittlänge x 0,574 = Rahmengröße in cm

MTB-Rahmen werden oft in Zoll angegeben. Zur Umrechnung: cm-Wert ÷ 2,54 = Zoll.

Rennrad

Schrittlänge x 0,665 = Rahmengröße in cm

Rennräder werden traditionell in cm gemessen (Mitte Tretlager bis Oberkante Sitzrohr).

E-Bike

Wie beim entsprechenden Radtyp (Trekking, MTB, etc.). E-Bikes haben die gleiche Geometrie wie ihre unmotorisierten Gegenstücke.

Tabelle nach Körpergröße (Orientierung)

Falls du deine Schrittlänge nicht messen kannst, hier eine grobe Übersicht nach Körpergröße. Die Angaben sind Richtwerte - die Schrittlänge ist genauer.

Zwischen zwei Größen?

Wenn du zwischen zwei Rahmengrößen liegst:

Warum eine Probefahrt unverzichtbar ist

Tabellen und Formeln sind Richtwerte. Jeder Hersteller hat eigene Geometrien. Ein 52er Rahmen von Cube fährt sich anders als ein 52er von Trek.

Bei der Probefahrt achtest du auf:

Sitzposition nachträglich anpassen

Auch mit der richtigen Rahmengröße kann man die Sitzposition feintunen:

Für die perfekte Einstellung bieten viele Händler ein professionelles Bikefitting an (80-150 Euro). Besonders bei Rennrädern und E-Bikes lohnt sich das.

Bikefitting beim Händler

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